Blog des Sommerlagers 2015

15.07.2015

Zwar haben wir am So, 12.7. beschlossen eine Blog einzurichten, aber erst jetzt tritt soweit Ruhe ein, dass wir vom Leitungsteam zum Bloggen kommen.

Heute war „Sondertag“ im Lager; die Kinder waren nur am Vormittag in den Projekten, nach dem Zmittag erhielten wir eine Führung über den Bau von Brückenmodellen (seit 150 Jahren !!werden Brückenmodelle/ Holzkonstruktionen aus dünnen Holzstücken oder Streichhölzern erstellt. Sie dienen „als Lehrgerüst“ zur Erstellung von Stein,- Betonbogen,-Betonplatten und Plattenbrücken. Zudem dienen sie der Formgebung, Abtragung von Materiallasten; anhand der Lehrgerüste kann man Erkenntnisse gewinnen punkto Einwirkungen der Brückenkonstruktion auf den Baubetrieb, die Windeinwirkung auf die Brücke, Abtragung der Materiallasten,….bis das ganze „Streichholz – Brücken- Lehrstück“ selbsttragend ist und so in der Realität gebaut werden kann…..Verrückt, wenn man sieht wie filigran und doch kompakt diese Lehrstücke sind (Ca. 1- 2 m lange Modelle) und dass diese Lehrstücke SO durchdacht und durchgerechnet sind dass man sie dann „in Natura“ baut mit Spannweiten zwischen den Stützen(falls es solche gibt…) bis zu gut 100 m (Verrückt – wenn man das bedenkt – oder ??) Die Kinder konnten von gesamt 16 ausgestellten 4 Modelle genauer betrachten, dann ging es zu einem Wettbewerb im „Leonardo Da Vinci –Brücke“ bauen.  Unsere Ausstellungsführer,Hr. Bannholzer ,Brückenbauingenieur und Hr. Gysi, Hobby- Modellbrückenbauer, staunten sehr, WIE schnell die Kinder das Prinzip der Da Vinci Brücke verstanden und umgesetzt haben…( die ersten Gruppen waren nach 7 min. fertig, veranschlagt waren 30 min um den Konstruktions- und Bauplan umzusetzen; die „schnellste Gruppe“ brauchte im Finalentscheid 1min 40 sec; Die Jungleiter, die ausser Konkurrenz in den Final einstiegen, brauchten zum Aufbau 1 min 37 sec, und gaben dem Wettbewerb eine zusätzliche Würze am Schluss….

Inzwischen war es 17.00 Uhr – das Wetter sehr warm (halt Hochsommer….!!!) und Zeit mit Marie- Theres,  Ursula und einigen Jungleitern in die Badi schwimmen zu gehen. Auf 18.00 Uhr  hatte die Küchencrew für uns ein reichhaltiges, vielfältiges Salat- und Beilagenbüffet bereitgestellt und verwöhnte uns mit butterweichen Grilladen vom Poulet, Rind, Schwein, Kalbsbratwurst, Vegigrilladen und Gemüsespiessen( Im Restaurant hätte man dafür 40- 50 SFR pro Person gezahlt- OHNE Nachschöpfen). Essen konnten wir in sehr angenehmer Abendsonne im Freien – Kinder, die schon bald fertig waren mit dem Essen, spielten im Rasen,…..die Stimmung war angenehm, entspannt, halt wie Ferien…..

Inzwischen ist es 20.30 Uhr. Im Haupthaus ist es ganz ruhig, auch von draussen dringt kein Lärm ins Headquater. Viele Kinder sind mit den Jungleitern am „Werwölfle“, andere in der Theaterprobe, die nächsten am freiwilligen PC Slot…. Ab 21.00 Uhr heisst es duschen, um 22.00 Uhr ist Nachtruhe. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, dass ab Mittwoch die Kinder jede Nacht etwas eher und besser schlafen.

Stephanie von Arx

16.07.2015

Der Tag begann ein wenig ruhiger als die letzten 3 – die Kinder waren zum Teil nicht ganz so lebhaft am Morgen, das eine oder andere legte beim Zmorge den Kopf verschlafen auf den Tisch…..aber spätestens wenn gegen 9.00 Uhr die Projekte beginnen ist jedes Kind hellwach. In rasantem Tempo stürmen sie die Treppe hinunter und ihren Unterrichtsräumen zu – wer mag sich da vorher noch mit so Kleinigkeiten wie Zimmer aufräumen oder Zähne putzen abgeben ?! 

Der Donnerstag meines Erachtens ein spezieller Tag; die Kinder sind mit den Grundkenntnissen in ihren Projekten inzwischen vertraut und können nun auch kniffeligere Probleme anpacken oder „mehr in die Tiefe gehen“. Sie sind gefordert, manche vergessen fast die Pause, so sind sie in ihr Thema vertieft ohne verbissen zu sein…..Die Kinder kennen sich inzwischen, Freundschaften sind am Entstehen und jedes Kind weiss auch, mit wem es nicht ganz so gut zurechtkommt oder wo es sich Hilfe holen kann wenn es nötig ist. „Das Lager sollte ruhig nach dem Wochenende noch 1 Woche weitergehen…“ hörte ich beim Zmorge 3 Kinder miteinander reden – leider steht am Samstag ab 14.00 Uhr ein Sportlager vor den Türen der Schule und wartet nur darauf, das Gelände für ihre Lagerwoche in Besitz zu nehmen…..

Gestern Abend haben unsere „kleinen“ Jungs unsere Jungleiter um 22 Uhr noch auf Trab gehalten; irgendwie kamen die Kerlchen auf die Idee eine ganze Flasche Duschgel auf dem Boden der Gemeinschaftsdusche zu verteilen- schön gleichmässig, damit man es auch nicht gut sieht. Der nächste würde darauf ausrutschen wenn er den Duschraum betritt oder sich beim Duschen über die Unmengen am Schaumbergen wundern. Gott sei Dank haben Yves und Florian, die zuständigen Jungleiter, Wind von der Sache bekommen BEVOR etwas passiert ist. Dafür standen sie zu zweit etwa 15 min. in der Dusche bis alle glitschigen und klebrigen Seifenreste aus dem Duschboden mit Wassereimer und Aufzieher beseitig waren.( nachts um 23.00 Uhr- selber müde…) Thomas vom Leitungsteam hat heute morgen mit den jungen Herren die möglichen „Streichfolgen“ angesprochen; und eine für alle akzeptable Lösung gefunden – incl- dickes Danke schön für den Späteinsatz der Jungleiter.

Gerade ist ein Geländespiel im Schulgelände im Gange…. Aktuelle Aufgabe, die ein 5er Team lösen muss: legt euch nebeneinander quer auf eine der braunen Matratzen. Yves legt 4 weitere dünne Schaumgummimatratzen über die liegenden Kinder. Nun müssen die Kinder versuchen zusammen von der untersten auf die oberste Matratze zu gelangen ohne den Boden zu berühren ; auch die Matratzen dürfen nicht auf den Boden kommen oder räumlich umgestellt werden……

Die Idee zu dieser Art Geländespiel hatte Sandro Kalbermatter letztes Jahr. Es ist ein kompliziertes Konstrukt aus verschiedenen Rätseln, Gruppenaufgaben und Suchaktionen um von Hinweis zu Hinweis zu gelangen bis jede Gruppe einen Teil der Lösung in der Hand hat. Nun müssen die Gruppe ihre Teile zum Lösungs(w)ort zusammenlegen – dort findet sich eine kleine, süsse Belohnung für alle.  Alle Kinder sind mit Feuereifer und einem Affenzahn unterwegs (ist das nicht auch typisch für Hochbegabte ?! wenn es sie „gepackt“ hat, sind sie im Tempo nicht mehr zu bremsen…)  Vielleicht sollte man mit den „Grossen“ sprich den Eltern an einem EHK Elternwochenende so ein Geländespiel machen?!

So, für heute genug gebloggt. Ich gehe noch etwas die milde Abendstimmung geniessen bevor wir die Kinder um 21.30 Uhr Richtung Bettenhausen bringen ……Stephanie von Arx

17.07.2015

Ist das tatsächlich schon wieder der letzte Lagertag ?! Ab Donnerstag fühlten sich die meisten derart „heimisch“, dass man meinte, das Lager könne nun gut noch 1 Woche lang laufen – dabei müssen wir vom Leitungsteam nun schon wieder auf „Lagerbeendigung“ hinarbeiten. Das heisst in den Projekten thematisch zum Schluss kommen, die Schlusspräsentation vorbereiten, das Abendprogramm für den Freitag genau absprechen.
Schön ist es zu sehen, wie die Kinder in ihren Projekten eifrig bei der Sache sind, wie Freundschaften wachsen, zusammen Spiele gespielt und Gemeinschaften gepflegt werden (seit Mittwoch ist das 4-er Schach sehr beliebt…). Auch die Projektleiter tragen viel zum Gelingen des Lagers bei wenn sie in der Freizeit mit den Kindern schwimmen gehen, Musik anbieten oder eine  „PC  Zusatzsession“ anbieten.
Nach dem Schwimmen empfahlen wir den Kindern in den Zimmern zu sortieren, wem was gehört, einzupacken was schon geht, und evtl. Adressen auszutauschen wo gewünscht……Nach dem Znacht konnten die Kinder einen Film ansehen („Merida“ für die Jüngeren, „Catch me if you can“ für die Älteren). Mit einem Dessertbuffet in der Filmpause und dem inzwischen etablierten Anzünden eines Zuckerstockes /Vulkanes nach dem Film ging auch dieser letzte Lagertag zu Ende…… Stephanie von Arx

18.07.2015

Das Lager abbrechen ist inzwischen eine sehr gut durchorganisierte Angelegenheit; auf dem Weg zum Zmorge nimmt jedes Kind sein Bettzeug mit und gibt es in den grossen Schmutzwäschecontainer, nach dem Zmorge heisst es fertig packen, Gepäck am dafür vorgesehenen Ort im Freien deponieren und sich evtl nochmals zur Besprechung der Abschlusspräsentation im Schulzimmer treffen, sonst im Freien spielen gehen. Ein bisschen Wehmut liegt in der Luft, aber auch die Vorfreude auf zu Hause. Freudig werden die Eltern begrüsst und nach der Abschlusspräsentation heisst es „tschüss – vielleicht bis zum nächsten Jahr!“

Stephanie von Arx

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